Wenn Sie heute in Türkischer Lira fakturiert bekommen und in 60 Tagen zahlen, haben Sie eine Währungsposition eröffnet — ohne es zu wollen und ohne sie zu bewerten. Bewegt sich der Kurs zu Ihren Gunsten, freut sich niemand, weil es niemand misst. Bewegt er sich dagegen, wird es als „Wechselkursverlust" in der Buchhaltung verbucht und als Pech abgehakt.
Der saubere Weg ist, die Entscheidung bewusst zu treffen: entweder in Euro fakturieren lassen (dann trägt der Lieferant das Risiko und preist es ein) oder in Lira fakturieren und den Kurs bei Auftragserteilung festschreiben. Beides ist legitim. Nur das Nichtentscheiden ist teuer.
Sichtbar: eine Grundgebühr zwischen 5 und 50 Euro sowie Fremdspesen der beteiligten Banken. Unsichtbar: der Aufschlag auf den Wechselkurs, der zwischen 0,5 und 5 Prozent liegen kann. Bei einem Jahresvolumen von 900.000 Euro ist der Unterschied zwischen einem und drei Prozent gleich 18.000 Euro — das entspricht einer halben Stelle im Einkauf.
Quelle: Exiap, SWIFT-Gebührenvergleich 2026.