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Zahlungskorridor · Deutschland → China

Zahlungen nach China — CNY oder USD?

China war 2025 mit 251,8 Milliarden Euro Außenhandelsumsatz erneut Deutschlands wichtigster Handelspartner; die Importe stiegen auf 170,6 Milliarden Euro. Die meisten dieser Rechnungen werden in US-Dollar bezahlt — und das ist in vielen Fällen die teurere von zwei Möglichkeiten.
251,8 Mrd. €
Außenhandel 2025
170,6 Mrd. €
deutsche Importe (+8,8 %)
2 Umrechnungen
bei Zahlung in USD

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Der doppelte Wechselkurs: das teuerste Missverständnis im China-Einkauf

Wenn Sie Ihren chinesischen Lieferanten in US-Dollar bezahlen, wird zweimal umgerechnet: Sie tauschen Euro in Dollar, Ihr Lieferant tauscht Dollar in Renminbi. Beide Male verdient eine Bank am Kurs. Und weil Ihr Lieferant sein Währungsrisiko nicht selbst tragen will, ist ein Puffer bereits im Stückpreis enthalten — Sie zahlen ihn mit, ohne ihn je zu sehen.

Die Gegenprobe ist einfach: Fragen Sie nach dem Preis bei Zahlung in CNY. In vielen Fällen liegt er zwei bis drei Prozent unter dem Dollarpreis, weil der Puffer entfällt. Diese Differenz ist größer als fast jede Gebühr, über die Sie mit Ihrer Bank verhandeln könnten.

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 056 vom Februar 2026.

Onshore und Offshore — warum es zwei Kurse für dieselbe Währung gibt

Der Renminbi wird in zwei Märkten gehandelt: onshore im chinesischen Festland (CNY) und offshore, überwiegend in Hongkong (CNH). Die Kurse laufen dicht beieinander, sind aber nicht identisch. Für Sie ist relevant, welcher der beiden Ihrer Abrechnung zugrunde liegt und ob die Differenz an Sie weitergegeben oder einbehalten wird.

Wir weisen den verwendeten Referenzkurs auf jeder Abrechnung aus. Das klingt nach einer Kleinigkeit — bei 3 Millionen Euro Einkaufsvolumen sind zehn Basispunkte Unterschied 3.000 Euro im Jahr.

Zahlungsziele, Anzahlungen und der Cashflow-Effekt

Im China-Einkauf sind 30 Prozent Anzahlung bei Auftrag und 70 Prozent gegen Kopie des Konnossements üblich. Das bedeutet: Sie gehen zweimal je Bestellung durch den Zahlungsprozess, und bei jeder Zahlung fallen Gebühren und Kursaufschlag erneut an. Wer 60 Bestellungen im Jahr macht, hat 120 Zahlungsvorgänge — das ist der Hebel, den viele unterschätzen.

Was Unternehmen uns zu China fragen

Ist es günstiger, in CNY statt in USD zu bezahlen?
Meistens ja, weil eine Umrechnungsstufe entfällt und Ihr Lieferant keinen Währungspuffer einpreisen muss. Verhandeln Sie den Preis in CNY neu — der Nachlass ist der eigentliche Gewinn, nicht die gesparte Gebühr.
Was ist der Unterschied zwischen CNY und CNH?
CNY ist der Kurs im chinesischen Festlandmarkt, CNH der offshore gehandelte Kurs. Sie liegen nah beieinander, weichen aber ab. Entscheidend ist, dass Ihnen offengelegt wird, welcher Kurs Ihrer Abrechnung zugrunde liegt.
Wie lange dauert eine Zahlung nach China?
Über klassische Korrespondenzbankwege zwei bis fünf Werktage. Bei uns ist der nächste Werktag der Regelfall, in vielen Fällen ist taggleiche Abwicklung möglich.
Braucht mein Lieferant besondere Angaben, damit die Zahlung gutgeschrieben wird?
Der Empfängername muss exakt mit dem Kontonamen übereinstimmen, und Rechnungs- bzw. Vertragsnummer gehören in den Verwendungszweck. Abweichungen sind der häufigste Grund für Rückfragen und Verzögerungen.

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