Der Koreanische Won wird außerhalb des Landes nur begrenzt gehandelt. Praktisch bedeutet das: Ihre Zahlung reist in Euro oder Dollar, die Umrechnung übernimmt die Bank Ihres Lieferanten. Der Kurs, den diese ansetzt, taucht in keinem Ihrer Dokumente auf — er landet als Differenz in der Kalkulation Ihres Lieferanten und damit im Preis, den Sie beim nächsten Angebot sehen.
Wer diesen Korridor ernsthaft steuern will, verhandelt deshalb nicht nur die eigene Bankkondition, sondern spricht die Umrechnung beim Lieferanten an. Das ist ungewohnt — und in Einkaufsverhandlungen eines der wenigen Themen, bei denen beide Seiten gewinnen können.
Bei Fakturierung in US-Dollar zahlen Sie einmal beim Umtausch Euro–Dollar und einmal indirekt beim Umtausch Dollar–Won. Der erste Schritt ist verhandelbar und messbar, der zweite nicht. Genau deshalb ist es sinnvoll, mindestens den ersten Schritt zu einem offengelegten Referenzkurs abzuwickeln, statt ihn in einer Sammelkondition verschwinden zu lassen.