Der marokkanische Devisenverkehr wird vom Office des Changes geregelt; die Banken vor Ort handeln als autorisierte Vermittler. Laufende Zahlungen für Waren und Dienstleistungen sind weitgehend liberalisiert — allerdings nur mit passender Dokumentation: Vertrag, Rechnung, Transport- oder Leistungsnachweis. Kapitaltransaktionen unterliegen strengeren Regeln.
Für Sie bedeutet das: Der Engpass liegt selten bei der absendenden Bank und fast immer beim Nachweis auf der Empfängerseite. Eine Zahlung ohne erkennbaren Leistungsbezug wird nicht abgelehnt, sondern geprüft — und die Prüfung dauert, während Ihr Partner auf das Geld wartet.
Quellen: Tourismusministerium Marokko, Januar 2026; Devisenrecht Marokko (Office des Changes).
Der Dirham ist keine frei konvertierbare Währung; Ein- und Ausfuhr von Bargeld sind begrenzt und geregelt. Gehandelt wird er im Wesentlichen im Land, der Kurs wird an einen Währungskorb gebunden geführt. Das heißt praktisch: Sie senden Euro, und der Kurs, zu dem daraus Dirham werden, entsteht auf der marokkanischen Seite.
Steuerbar bleibt der Euro-seitige Teil — welcher Referenzkurs zugrunde liegt, wie viele Zwischenstationen beteiligt sind und was je Vorgang berechnet wird. Wer das nicht ausgewiesen bekommt, kennt seine Kosten in diesem Korridor schlicht nicht.