Beim ersten Auftrag mit einem neuen Konfektionär ist ein Akkreditiv sinnvoll: Die Bank zahlt erst gegen dokumentierte Verladung, beide Seiten haben Sicherheit. Bei der fünfzehnten Bestellung beim selben Werk bezahlen Sie diese Sicherheit weiter — Eröffnungsprovision, Avisierung, Dokumentenprüfung, Änderungsgebühren bei jeder Abweichung — obwohl das Vertrauen längst da ist.
Viele Einkaufsorganisationen prüfen das nie neu, weil das Akkreditiv im Prozess hinterlegt ist. Die Umstellung auf Überweisung gegen Dokumentenkopie bei etablierten Lieferanten ist eine der wenigen Maßnahmen im Einkauf, die sofort wirken und keine Verhandlung mit dem Lieferanten brauchen.
Nach Bangladesch führt selten ein direkter Weg. Zahlungen laufen typischerweise über eine oder zwei Zwischenbanken, häufig in London oder Singapur. Jede Station kostet Zeit und zwischen 10 und 30 Euro. Bei kleinen Rechnungsbeträgen — Musterkollektionen, Nachlieferungen, Prüfgebühren — kann die Gebührenlast zweistellige Prozentsätze des Betrags erreichen.
Quelle: Exiap, SWIFT-Gebührenvergleich 2026.