Zwischen der Freigabe einer Zahlung und der tatsächlichen Umrechnung liegen bei vielen Anbietern Stunden. In dieser Zeit bewegt sich der Markt — und wer den Zeitpunkt der Feststellung bestimmt, bestimmt, wer diese Bewegung behält. Bei Einzelzahlungen fällt das nicht auf. Bei 200 Zahlungen im Jahr entsteht daraus eine systematische Differenz in eine Richtung.
Sauber ist: Kurs bei Freigabe feststellen, Zeitstempel auf die Abrechnung, Abweichungen ausweisen. Alles andere ist Vertrauenssache — und Vertrauenssache ist im Zahlungsverkehr das Gegenteil von Transparenz.
Japan ist Deutschland sieben bis acht Stunden voraus. Eine Freigabe um 15 Uhr deutscher Zeit erreicht den japanischen Bankentag erst am Folgetag. Wer regelmäßig zahlt, legt Freigaben deshalb auf den Vormittag — das kostet nichts und spart in der Praxis einen Tag Laufzeit.