Weil niemand nachfragt. EUR/USD gilt als Standardgeschäft, die Zahlung läuft seit Jahren, und der Kurs auf dem Beleg sieht plausibel aus. Genau diese Plausibilität ist das Problem: Ein Aufschlag von 1,5 Prozent fällt optisch nicht auf, entspricht bei zwei Millionen Dollar Jahresvolumen aber 30.000 Euro.
Dazu kommt, dass Dollarzahlungen oft die Zwischenstufe zu einer dritten Währung sind. Dann zahlen Sie den Aufschlag zweimal — einmal sichtbar bei sich, einmal unsichtbar beim Empfänger.
Nehmen Sie den letzten Dollarbeleg, schlagen Sie den Interbanken-Kurs vom Ausführungstag nach und berechnen Sie die Differenz in Prozent. Machen Sie das für drei Belege aus drei Monaten. Wenn die Prozentsätze ähnlich sind, haben Sie keine Marktbewegung gemessen, sondern Ihre Preisliste gefunden.