Ein Termingeschäft braucht einen Markt, auf dem die Währung handelbar ist. Für den Dinar gibt es ihn außerhalb Tunesiens nicht. Absicherbar ist deshalb nur Ihre Euro-Verpflichtung: Wenn Sie in Euro kontrahieren, ist Ihr Aufwand ohnehin bekannt; wenn Sie in Dinar kontrahieren, tragen Sie die Kursentwicklung bis zur Zahlung.
Daraus ergibt sich die praktische Empfehlung: In Euro schulden, in Euro zahlen, und im Vertrag klarstellen, dass Kursdifferenzen bei der Umrechnung im Land nicht zulasten des Zahlenden gehen.
Ohne öffentlichen Marktkurs fehlt der Maßstab, an dem Sie eine Kondition messen könnten. Was bleibt, ist der Vergleich zweier realer Zahlungen: gleicher Euro-Betrag, gleicher Tag, zwei Anbieter — und die Frage an Ihren Partner, welcher Dinar-Betrag jeweils gutgeschrieben wurde. Diese Übung machen die wenigsten, und genau deshalb sind die Konditionen in solchen Korridoren im Schnitt schlechter als in liquiden.