Ein Industrieunternehmen zahlt große Beträge an wenige Lieferanten. Ein Reiseveranstalter macht das Gegenteil: viele Empfänger, oft kleine Beträge, verteilt über Hotels, Incoming-Agenturen, Busunternehmen, Guides, Ausflugsanbieter und Restaurants. Genau dieses Muster ist im klassischen Auslandszahlungsverkehr am teuersten, weil fixe Kosten je Zahlung anfallen.
Bei einer Zahlung über 1.200 Euro an eine lokale Agentur können damit 70 Euro allein für den Transport des Geldes anfallen — knapp sechs Prozent. Bei 800 solcher Zahlungen in einer Saison ist das eine Position, die in keiner Kalkulation je auftaucht.
Quellen: DRV, Zahlen und Fakten 2026 (Daten 2025); Exiap, SWIFT-Gebührenvergleich 2026.
Allotment-Anzahlungen vor Saisonbeginn: große Einzelbeträge, planbarer Termin — der klassische Fall für eine Kursfestschreibung.
Laufende Belegungsabrechnungen während der Saison: viele mittlere Beträge, hohe Frequenz — hier zählen Fixkosten je Zahlung und Laufzeit.
Kleinzahlungen an lokale Dienstleister: Guides, Transfers, Eintritte, Restaurants — prozentual die teuersten Vorgänge überhaupt.
Rückabwicklungen bei Stornierungen: Gutschriften laufen zurück, meist zu einem anderen Kurs als die Hinzahlung.